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Alter Verwalter

Wenn doch die Menschen genauso verlässlich wären wie der Subaru Forester 2.0i e-Boxer Adventure, sinniert McDriver.

Ich sag mal so: Subarus Forester 2.0i e-Boxer Adventure ist kein Auto für den großen Auftritt. Es ist ein Werkzeug für Leute, die bei Wind, Wetter und schlechtem Untergrund einfach verlässlich irgendwo ankommen wollen. 

Wer mit dieser Erwartung einsteigt, bekommt ein ehrliches SUV alter Schule – mit ein bisschen Elektro-Beimischung, aber ohne jede Effizienz-Zauberei.

Unter der Haube arbeitet der Zweiliter-Boxer als Mildhybrid mit kleinem E-Motor und kompakter Batterie. Die Systemleistung liegt bei 136 PS, die über ein stufenloses CVT-Getriebe an alle vier Räder verteilt werden. Auf 100 km/h geht es in 12,2 Sekunden, die Spitze liegt knapp unter 190 km/h. Subjektiv fühlt sich der Forester damit nicht schnell, aber jederzeit ausreichend motorisiert an – er lädt zum entspannten Gleiten ein.

Der kleine E-Motor hilft vor allem beim Anfahren und im Stop-and-Go, glättet die CVT-Charakteristik und macht den Subaru im Stadtverkehr etwas spontaner, als es die Zahlen vermuten lassen. Wer es mit dem Gas übertreibt, erntet das typische Hochdrehen des CVT und einen deutlich präsenteren Boxer-Sound. Bei zurückhaltender Fahrweise bleibt der Antrieb angenehm leise und unauffällig.

Beim Verbrauch landete ich irgendwo zwischen 8,5 und 9 Litern Super auf 100 Kilometer. Angesichts Allrad und Gewicht geht das in Ordnung. Der Hybridteil unterstützt kurz elektrisch bei niedrigen Geschwindigkeiten und entlastet den Verbrenner vor allem im Teillastbereich. Ich, McDriver, würde sagen: eher ein Komfort- als ein Sparwunder.

Fahrwerksseitig zeigt sich der Subaru Forester von der komfortbetonten Seite. Unebenheiten, Schotter und schlechte Landstraßen steckt das Auto gelassen weg, der Aufbau bleibt ruhig, und auch die Geräuschdämmung passt zum Langstreckenanspruch. In schnellen Kurven neigt sich die Karosserie spürbar, das bleibt aber gut kontrollierbar und signalisiert klar: Hier geht es um Sicherheit, nicht um Kurvenräubern.

Seine Paradedisziplin ist der Allrad. Bodenfreiheit, X-MODE und der permanente Antrieb machen den Forester auf verschneiten Passstraßen (live gestestet!), auf nassen Wiesen (ebenso live getestet) oder auf Forstwegen (natürlich auch live getestet ;:-) )zu einem sehr souveränen Begleiter. Wo viele modische Crossover bereits aufgeben, wirkt der Subaru noch im Wohlfühlbereich.

Im Innenraum setzen die Japaner auf eine sachliche, robuste Anmutung.

Die Materialien wirken eher funktional, die Verarbeitung solide. Die Sitzposition ist angenehm hoch, die Rundumsicht dank großer Glasflächen und schlanker Säulen hervorragend – ein echtes Argument im Alltag. Platz gibt es reichlich, …

… auch im Fond, …

… und auch der Kofferraum ist gut nutzbar zugeschnitten.

Die Bedienung folgt einem klassischen Ansatz mit vielen Tasten und klaren Menüs. Das Infotainment wirkt optisch nicht spektakulär, erfüllt seinen Zweck aber ohne große Rätsel.

Fazit von McDriver: Der Forester 2.0i e-BOXER Adventure ist kein Show-SUV, sondern ein ehrlicher Allrounder für Leute, die wirklich Allrad nutzen und Wert auf Übersicht, Platz und Wintertauglichkeit legen. Wer maximale Effizienz oder Sportlichkeit sucht, wird anderswo glücklicher.

Wer ein unprätentiöses, robustes und sehr alltagstaugliches SUV mit echter Traktionskompetenz will, sollte sich den Subaru Forester aber unbedingt näher anschauen.

Die Preipalette des Subaru Forester e-Boxer beginnt bei 46.990 Euro und endet bei 52.990 Euro. Und hier kommst du zu allen weiteren Infos.

Und damit verabschieden wir uns vom MAN IN THE WOODS.

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!

Dein McDriver