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Bus zu guter Letzt

McDriver als McVanDriver: Durch die Vorweihnachtszeit mit dem TOYOTA PROACE MAX 140PS ProWork L3H2.

Der Toyota Proace Max 140 PS ProWork L3H2 ist prinzipiell ein klassischer 3,5‑Tonnen‑Transporter alter Schule …

… aber mit dem Komfort und der Elektronik eines aktuellen Nutzfahrzeugs. A guade Kombi, behaupte ich, McDriver.

In der L3H2‑Ausführung steht der Proace Max mächtig da: knapp über sechs Meter lang, hohes Dach, viel Blech – optisch näher am Ducato als an einem „Lifestyle‑Van“. Das ist kein Zufall, denn technisch basiert der Toyota auf der Stellantis‑Plattform. Karosserieschnitt und Proportionen erinnern klar an Fiat Ducato & Co., nur Frontmaske und Details sind auf Toyota getrimmt.

Im Fahrerhaus wirkt der Proace Max moderner, als die kantige Außenhülle vermuten lässt. Die Instrumente sind gut ablesbar, der zentrale Bildschirm ist hoch positioniert und viele Ablagen gibt es auch.

Die Sitzposition ist klassisch hoch, mit viel Übersicht nach vorne, der Fahrersitz bietet ordentlichen Halt. Zu dritt wird’s kuschelig, aber für den Alltagseinsatz mit zwei Personen passt die Kabine gut.

Unter der Haube arbeitet ein 2,2‑Liter‑Diesel mit 140 PS, gekoppelt an ein 6‑Gang‑Schaltgetriebe und Frontantrieb. Die Leistungsdaten lesen sich unspektakulär, aber der Motor ist auf Drehmoment und Dauerlauf ausgelegt: Vor allem leer wirkt der Proace Max echt munter – und mit Christbaum an Bord ändert sich auch nicht viel ;-).

Der Dieselsound ist im Kaltstart präsent, verschwindet aber bei Fahrt recht gut im Hintergrund; verschiedene Tests bescheinigen dem Proace Max für seine Klasse eine brauchbare Geräuschdämmung. Die Schaltung rastet nicht sportlich, aber ausreichend präzise ein, der Kupplungspunkt ist gut dosierbar.

Auf der Straße fährt sich der große Kasten erstaunlich unaufgeregt: Die Lenkung ist klar auf leichtgängig getrimmt, aber nicht völlig gefühllos, der Wagen bleibt bei Landstraßentempo gut kontrollierbar. Das Fahrwerk ist leer spürbar straff und reagiert trocken auf Querfugen, mit Zuladung legt sich der Proace Max sichtbar besser in die Federung – genau so, wie man es von einem 3,5‑Tonner erwartet.

In L3H2 bietet der Proace Max je nach Ausführung rund 13 m³ Laderaum, der über eine große Schiebetür und weit öffnende Hecktüren gut zugänglich ist.

Beim Verbrauch liegen reale Testwerte – je nach Beladung und Streckenprofil – im Bereich von etwa 7,5 bis 9 l/100 km. Für einen großen Fronttriebler dieser Klasse sind das solide Zahlen. Hier siehst du alle relevanten Gewichtsangaben:

Im Alltag helfen die üblichen Helfer der aktuellen Generation: Notbremsassistent, Spurassistent, Tempomat, Parkhilfen und bei meinem Testwagen sogar eine elektrische Rückfahrkamera. Hier siehst du sie sitzen:

Gerade bei der Länge des L3H2 ist diese Kamera mehr als Spielerei – Einparken wird damit deutlich stressfreier.

Der Toyota Proace Max 140 PS ProWork L3H2 ist kein Transporter zum Verlieben, sondern ein Werkzeug – und gerade das macht ihn interessant. Der 140‑PS‑Diesel trifft einen sinnvollen Mittelweg aus Leistung, Verbrauch und Kosten, ohne den Schritt zum starken Top‑Motor gehen zu müssen. Sportliche Gefühle kommen bei 140 PS in diesem Format nicht auf – aber genau das erwartet man von ihrem 3,5‑Tonner eh nicht ;-). Und hier kommst du zu den Preisen. Mein Testwagen (mit Anhängerkupplung) kostete übrigens 46.004 Euro netto, das sind 60.230 Euro brutto.

Danke fürs Eimbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!

Dein McDriver