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Ein Herz aus Volt

Fortschrittliche Hybridtechnologie aus Japan gibt’s nicht nur bei Toyota. Honda hat jetzt einen höchst modernen Hybrid-Kleinwagen, berichtet McDriver – und wirft sich mit dem neuen Honda Jazz e:HEV ins Verkehrsgeschehen.

Der neue Honda e-Jazz ist ein cooler Typ. Das mag man ihm auf den ersten Blick nicht ansehen. Man muss in sein (automobiles) Herz vordringen.

Die neue Generation des Jazz hat zwei kompakte kraftvolle Elektromotoren in Kombination mit einem 1.5 Liter DOHC i-VTEC Benzinmotor an Bord. Der Kleinwagen ist das erste von sechs elektrifizierten Honda-Modellen, die bis 2022 in Europa auf den Markt kommen sollen. 

Bleiben wir beim Motor: 98 PS und die zwei E-Motoren ergeben eine Systemleistung von 109 PS und 253 Nm. Bei niedrigem Speed fährt der innovative Japaner nur mit dem E-Motor. Wenn der Akku leer ist, sorgt der Verbrenner im Hintergrund brummelnd über eine zweite E-Maschine für Strom-Nachschub. Wird’s schneller, übernimmt der 1.5 Liter DOHC i-VTEC Benzinmotor.

Das sorgt für Effizienz und geringe Verbrauchswerte. In der Tat ist mir aufgefallen, dass die Benzinanzeige eine gewisse – und willkommene – Trägheit aufweist.

Im Gegensatz zum Beschleuigingsverhalten des e-Jazz. In nur 9,4 Sekunden sprinted der Zwerg auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 km/h.

Der neue Honda Jazz e:HEV mag kein Designwunder sein, aber nett anzusehen ist er allemal. Außerdem: Wer wählt sein Wunschauto in dieser Fahrzeugklasse schon ausschließlich nach dem äußeren Erscheinungsbild?

Das Cockpit wirkt qualitativ hochwertig. Hier vereinen sich klassische Schalter und Drehregler (für Klima und Lüftung) mit moderner Touch-Bedienung des großen Zentral-Displays. Das meiste läuft problemlos über die Kacheldarstellung ab.

Cockpit und Fahrgastraum bieten erfreulich viel Platz. Um ehrlich zu sein: Das hätte ich angesichts Karosserie-Außenmaßen von 4,04 x 1,69 x 1.53 Metern nicht erwartet. Es erklärt sich aber aus dem Radstand von stolzen 2,52 Metern.

Das ausgeklügelte Technik des Honda Jazz e:HEV ließ mich erwarten, dass der Antrieb holprig vor sich gehen würde. Konkret rechnete ich mit dem ungeliebten, nervigen “Gummiband-Effekt” des CVT-Schaltgetriebes. Dem ist aber nicht so. Surprise! Das System ist so raffiniert, dass Geschwindigkeits- und Geräuschentwicklung gut zueinander passen.

Das Geräuschniveau bleibt im Fahrbetrieb stets niedrig. Man ist vollkommen entspannt unterwegs im Honda Jazz e:HEV. Zumal der kleine Benziner ja nicht als Stressmacher ausgelegt ist. Bleifußindianer sind mit sportlicheren Automodellen – über die auch Honda verfügt, genannt sei etwa der Civic Type R – besser beraten.

Die Belohnung folgt bei der Zapfsäule, besser gesagt, durch das seltene Ansteuern derselben. Wer mit mehr als fünf Litern bilanziert, der hat etwas falsch gemacht – Stichwort Bleifußindianer.

Mein Fazit: Für einen Preis von 22.590 Euro erhält man ein gutes Auto mit zukunftsweisender Technologie. Der Honda Jazz e:HEV zeigt, dass Hybridtechnologie auch im Kleinwagen-Segment funktioniert. Der neue Jazz fährt sich angenehm komfortabel. Man kann mit ihm sehr sparsam unterwegs sein. Er ist kompakt genug für die Stadt, aber auch groß genug auch für längere Strecken. Raum- und Sitzkonzept runden das Gesamtpackage ab.

Brauchst du mehr Infos? Hier kommst du auf die Website des Honda Jazz e:HEV: https://www.honda.at/cars/new/jazz-hybrid/overview.html

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!

Dein McDriver

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