Mit dem Hyundai Ioniq 9 durch den Verkehr rollen ohne aufzufallen? No way, „erfuhr“ McDriver.

Der Hyundai Ioniq 9 ist ein riesiges Elektro-SUV mit Familienfokus, viel Platz und sehr guter Ladeperformance – aber auch mit Gewicht, Preis und Format, die im Alltag genau bedacht sein wollen.

Hyundai hat den Ioniq 9 als Flaggschiff oberhalb der bisherigen Ioniq-Modelle positioniert und orientiert sich klar an Großraum-SUVs. Als „Kollege“ fällt mir spontan der Kia EV9 an.

Mit rund 5,06 Metern Länge, knapp zwei Metern Breite und 1,79 Metern Höhe wirkt der Wagen im echten Leben mehr wie ein moderner Elektro-Van als wie ein normales SUV – gerade in schmalen Parkgaragen ist das Format sehr präsent. Die kantige Pixel-Optik mit markanten Lichtsignaturen vorn und hinten gibt ihm einen futuristischen Auftritt, der im Straßenbild auffällt – aber auch polarisieren kann.

Der Innenraum ist klar auf Lounge-Charakter und Familiennutzen ausgelegt: Bis zu drei Sitzreihen, wahlweise sieben Sitze oder die luxuriösere 2+2+2-Sechssitzer-Konfiguration mit drehbaren „Swivel“-Sesseln in Reihe 2. Und eine Sitzbequemlichkeit, die McDriver gkleichsam in Trance versetzte ;-).

Die Materialqualität bewegt sich auf gutem Niveau, mit viel Softness und hellen Farben. Ein Touch von Premiumsegment ist definitiv dabei, so meine ich als erfahrener McDriver.

Praktisch sind die vielen Ablagen und der nahezu ebene Fahrzeugboden, der den Eindruck eines E-Vans verstärkt.

Beim Kofferraum zeigt sich der typische Dreireiher-Kompromiss: Mit allen Sitzen in Gebrauch bleiben rund 338 Liter, was für den Wochenendeinkauf reicht, aber bei Ferienreisen schnell zum Tetris-Spiel wird. Werden die hinteren Reihen umgelegt, wächst das Volumen auf knapp 2.500 Liter – dann wird der Ioniq 9 zum Umzugshelfer und Lastenträger, ergänzt um einen zusätzlichen Frunk mit gut 50 Litern für Ladekabel oder Kleinteile. Die maximale Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen macht das Modell interessant für Caravan-Besitzer, wobei reale Reichweite mit Hänger natürlich deutlich sinkt.

Die von mir getestete Topversion arbeitet mit zwei gleich starken E-Motoren an Vorder- und Hinterachse, zusammen rund 315 kW (428 PS) und 700 Nm Drehmoment – genug, um die knapp 2,7 bis 2,8 Tonnen in circa fünf Sekunden auf 100 km/h zu katapultieren.

Trotz dieser Werte bleibt der Ioniq 9 fahrdynamisch eher ein Komfortgleiter: Die Lenkung ist auf Ruhe ausgelegt, das Fahrwerk filtert Grobes sauber weg, und im Alltag fährt man ihn eher gelassen als sportlich, weil Format und Masse eine bestimmte Zurückhaltung nahelegen.

Herzstück ist eine 110-kWh-Batterie auf der bewährten 800-Volt-Plattform des Konzerns, die Hyundai schon länger für schnelles Laden und hohe Dauerleistung nutzt. WLTP-Reichweiten von bis zu rund 600–620 Kilometern sind je nach Antrieb möglich, in der Praxis lagen meine Autobahntests eher im Bereich 300–400 Kilometer. Positiv ist mir die Ladeperformance des Ioniq 9 aufgefallen: Unter idealen Bedingungen sind Ladeleistungen jenseits der 230–250 kW möglich, zehn auf 80 Prozent gelingt in gut 24–26 Minuten.

Typisch für so ein Elektro-Flaggschiff bringt der Ioniq 9 eine breite Palette an Assistenzsystemen mit, von adaptivem Tempomat über Spurführung bis zu hochauflösenden Kameras für Rangiermanöver. Dass die gehörig nerven können, brauche ich dir nicht zu sagen … 😉 .

Ich sag mal so: Der Hyundai Ioniq 9 ist kein Auto für enge Altstadtgassen und spontane Parkplatzsuche, sondern ein bewusst großes Elektro-SUV mit starkem Familien- und Reisefokus. Wer den Platz wirklich nutzt – mit Kindern, Anhänger oder regelmäßig langen Fahrten – bekommt viel Raum, hohe Ladeleistung und ordentliche Reichweite, muss aber mit hohem Gewicht, entsprechendem Verbrauch und einem Preis im oberen Bereich leben.







Für den Alltag bleibt eigentlich nur die Kernfrage: Braucht man wirklich dieses Format – oder reicht eine Klasse kleiner? 🙂

Und hier kommst du zu weiteren Infos zum Hyundai Ioniq 9 sowie zu den aktuellen Preisen.

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!
Dein McDriver

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