Ein verlässlicher Partner, der Jeep Avenger 1.2 e-DCT6 Benzin e-Hybrid (100PS), urteilt McDriver.

Der Jeep Avenger fällt im urbanen Umfeld sofort auf: Seine kompakte Größe von 4,08m Länge und rund 1,80m Breite sowiew die klare Designsprache – mit kurzen Überhängen und markantem Kühlergrill – geben ihm einen modernen, robusten Charakter.

Im Innenraum punktet der Mild-Hybrid-Avenger mit einem schlicht gehaltenen Cockpit und einer erhöhten Sitzposition, die für guten Überblick sorgt.

Die Materialanmutung ist insgesamt solide, auch wenn in unteren Ausstattungsvarianten einige Kunststoffe recht einfach wirken.

Unter der Haube arbeitet ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit Mildhybrid-Technik. Die Kombination aus 100 PS (205 Nm Drehmoment) und einem integrierten E-Motor liefert im Alltag ein überzeugendes Anfahrverhalten, vor allem im Stadtverkehr.

Da unterstützt der Elektromotor beim Losfahren und ermöglicht – mit vollem Akku – kurze, rein elektrische Distanzen, etwa beim Rangieren oder im Stop-and-Go. Der Mildhybrid kommt serienmäßig mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, das insgesamt sanft schaltet, bei starker Beschleunigung aber gelegentlich etwas verzögert reagiert.

Mit einer Werksangabe von 10,9 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und einer Spitze von 184 km/h ist der Avenger keine Sportskanone, aber für den Alltag ausreichend motorisiert. Der Testverbrauch liegt je nach Fahrprofil zwischen knapp fünf Liter (bei sehr defensiver Fahrweise, viel Stadt) und 6,5 Liter auf 100 km (gemischt).

Im Stadtverkehr überzeugt das Antriebskonzept durch häufige Rekuperation und Segelphasen, auf der Autobahn fehlt dem Mildhybrid dagegen ein deutlicher Verbrauchsvorteil gegenüber dem reinen Benziner.

Die Federung ist straff ausgelegt, wodurch der Avenger Unebenheiten spürbar weitergibt, andererseits aber mit wenig Karosseriebewegungen in Kurven überzeugt. Das Handling ist für ein kleines SUV ordentlich, die leichtgängige Lenkung bleibt dabei ausreichend direkt.

Nicht ganz ideal: Auf der Rückbank ist das Platzangebot insbesondere für größere Erwachsene wie McDriver knapp bemessen. Aber der ist ja zumeist der Fahrer – und sitzt nur in den seltensten Fällen hinter sich selbst ;-).

Auch der Kofferraum liegt mit rund 380 Liter auf einem Klassenniveau, was für den Wochenendtrip ausreicht, für den Familienurlaub aber nicht üppig ist.

Positiv fällt im Alltag die Übersichtlichkeit sowie die Bedienung des Infotainments auf: Die Anzeige ist klar strukturiert, viele Funktionen sind über Tasten erreichbar und nicht ausschließlich über Touchscreen-Steuerung hinterlegt.

Viele Assistenzsysteme, darunter Spurhalte- und Autobahnassistent, sind serienmäßig an Bord. Die Kopplung von Smartphone (Apple CarPlay/Android Auto) funktioniert einwandfrei.

Der Jeep Avenger 1.2 e-DCT6 e-Hybrid positioniert sich als stylishes City-SUV mit fortschrittlicher Hybrid-Technik. Er glänzt durch seine Wendigkeit im Stadtverkehr, moderate Verbräuche und seine eigenständige Optik. Die Platzverhältnisse hinten und der eher sportliche Fahrkomfort sind weniger ideal, ebenso wie das knappe Volumen des Mildhybrid-Systems auf der Autobahn. Wer vor allem im urbanen Raum unterwegs ist und Wert auf ein modernes, kompaktes SUV legt, findet im neuen Avenger einen spannenden Kandidaten.

Der Listenpreis des von mir gefahrenen Modells liegt bei 31.400 Euro, mein Jeep kam inklusive Mehrausstattung auf 26.587 Euro. Wenn dich der Einstiegspreis in die Modellreihe interessiert: 26.100 Euro. Weitere Infos findest du hier.

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!
Dein McDriver

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