Der Dacia Bigster Hybrid 155 ist so etwas wie der nächste logische Schritt nach dem Duster, meint McDriver.

Ein Bigster kommt heraus, wenn man mit einem duster (hier, engl.: Staubtuch) über einen Duster (Automodell) wischt: Der Bigster ist deutlich größer, deutlich moderner – aber immer noch mit dem klaren Anspruch, bezahlbar und unkompliziert zu bleiben. Das gefällt McDriver.

Und jetzt konkret: Mit rund 4,57 Metern Länge tritt der Bigster deutlich erwachsener auf als ein Duster und bewegt sich größenmäßig schon im Bereich vieler klassischer Mittelklasse‑SUV. Die Proportionen sind bewusst kantig gehalten: aufrechte Front, kräftige Radhäuser, viel Blech über den Rädern – optisch eher „funktionales Arbeitsgerät“ als Lifestyle‑Objekt – was ja eh zum Markenimage passt.

Innen setzt Dacia die aktuelle, deutlich aufgeräumtere Designlinie fort: große Bildschirme, klar strukturierte Tastenleiste, robuste Kunststoffe, hier und da optische Akzente, aber kein Premium‑Anspruch. McDriver meint dazu: Brauch ma eh net. 😉

In der ersten Reihe sitzt man angenehm hoch mit gutem Überblick, …

… hinten profitieren Passagiere von der Länge des Autos. Knie- und Kopffreiheit sind aus „Longinus“-Perspektive besonders hervorzuheben.

Das Kofferraumvolumen liegt bei dem von mir gefahreren Hybrid bei rund 500 Litern, mit umgeklappter Lehne wächst es auf über 1.800 Liter, sodass der Bigster auch als Familien‑ und Transportauto ernst genommen werden kann. McDriver hat das ausgiebig getestet.

Der Hybrid 155 nutzt keinen Stecker, sondern ein Vollhybrid‑System nach Renault‑Vorbild, hier mit einem 1,8‑Liter‑Vierzylinder‑Benziner. Zusammen mit einem kräftigen E‑Motor und einem Startergenerator ergibt das eine Systemleistung von 155 PS. Die Kraft geht auf die Vorderräder.

Vom Papier her sind 155 PS für ein großes SUV nicht überwältigend, im Alltag reicht das Paket aber für zügiges Mitschwimmen und entspannte Landstraßenfahrten problemlos. Ich würde die Beschleunigung als absolut okay bezeichnen, solange man keine sportlichen Ambitionen hat, sondern den Bigster eher als familienfreundlichen Cruiser versteht.

Der eigentliche Pluspunkt des Hybrids ist der Verbrauch: Der WLTP‑Normwert um 4,6–4,7 l/100 km lag bei mir bei etwa sechs Liter. Gerade im Stadtverkehr fährt der Bigster überraschend oft rein elektrisch, was nicht nur den Verbrauch drückt, sondern auch den Geräuschkomfort verbessert. Auf der Autobahn zeigt sich dagegen die bekannte Schwäche vieler Vollhybride: Ist der kleine Akku leer und der Verbrenner gefordert, wirken Durchzug und Akustik angestrengter. Nix Neues.

Das Fahrwerk ist eher straff, aber nicht unkomfortabel. In schnellen Kurven bleibt der Wagen recht lange neutral, Seitenneigung ist vorhanden, aber im Rahmen, und die Traktion der Vorderachse passt auch. Die Lenkung ist leichtgängig und passend zum Einsatzzweck, könnte für Fahrer mit sportlichen Ambitionen aber gerne mehr Rückmeldung liefern.

Im Alltag punktet der Bigster vor allem mit seinem Raumangebot, der hohen Sitzposition und der einfachen Bedienung, die sich bewusst von überfrachteten Infotainment‑Konzepten anderer Marken absetzt. Materialien und Verarbeitung sind zweckmäßig und solide: keine Luxus‑Anmutung, aber auch kein Billig‑Feeling – eher robust als elegant.




Was mir noch aufgefallen ist: Die Geräuschdämmung wurde gegenüber kleineren Dacia‑Modellen verbessert, mit dickerem Glas und besser gedämmten Radhäusern. Im Stadt‑ und Landstraßentempo passt das, bei höherem Autobahntempo dringen Wind‑ und Abrollgeräusche aber weiterhin spürbar in den Innenraum.

Der Dacia Bigster Hybrid 155 ist kein dynamischer Kurvenräuber, sondern ein großer, sehr pragmatisch ausgelegter Familien‑SUV mit niedrigem Realverbrauch und viel Platz. Es ist ein großes, gutes Auto zu vernünftigen Betriebskosten. Mein Testauto kostete in der Grundaussatattung 29.990 Euro. Der Bigster-Einstiegspreis (Mild Hybrid mit 140 PS) liegt bei 29.990 Euro.

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Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!
Dein McDriver

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