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Und so weiter und so Ford

Ein echter Blickfang, der Explorer ER AWD 79 kWh, vor allem als Blue my Mind Metallic, meint McDriver.

Der Ford Explorer ER AWD 79 kWh ist Fords jüngster Beitrag zur wachsenden Familie europäischer Elektro-SUVs – Blickfang pur, so mein erstes Urteil als McDriver.

Mit seinen stattlichen Abmessungen, markanter Front und dem zurückhaltenden, aber robusten SUV-Charakter wirkt der e-Fordianer wie gemacht für Familien, Vielfahrer und alle, die Wert auf Platz und eine Prise Abenteuer im Alltag legen.

Im direkten Vergleich mit anderen MEB-basierten Elektro-SUVs (die gemeinsame Basis mit dem VW ID.4 lässt sich nicht leugnen) überrascht der Explorer mit einem bequemen Fahrwerk, das Unebenheiten gelassen wegfedert, ohne ins Schwimmen zu geraten.

Die Lenkung ist direkt und für ein Fahrzeug dieser Größe erstaunlich wendig, der Wendekreis fällt angenehm klein aus – Punkte, in denen sich Ford traditionell auskennt und klar vom Einheitsbrei abhebt. Nur bei sehr sportlicher Fahrweise fehlt der letzte Rest Präzision. Aber das ist in dieser Klasse zu verschmerzen, denke ich.

Mit 340 PS ist die Allrad-Version kräftig motorisiert. McDriver war in seiner Naivität zunächst überrascht. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in gut fünf Sekunden, und auf Autobahnen fühlt sich der Explorer nie untermotorisiert.

Die 79 kWh-Batterie ist ordentlich groß, dennoch fallen die Real-Verbräuche je nach Test zwischen 18 und gut 23 kWh/100 km aus, mit Durchschnittswerten auf längeren Strecken um die 20–21 kWh. Das bringt unter Alltagsbedingungen Reichweiten zwischen etwa 400 und 450 Kilometern.

Bei gemächlicher Fahrweise und im Stadtverkehr sind 480 km drin, auf der Autobahn – insbesondere bei hohem Tempo oder Kälte – kann es unter 400 km gehen.

Die Ladezeit ist positiv hervorzuheben: Mit maximal 185 kW lädt der Explorer unter Idealbedingungen in rund 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent, auch bei kühlerem Wetter sind real 160 kW möglich, was im Alltag für viele Nutzer natürlich ein wichtiger Pluspunkt ist.

Der Innenraum ist großzügig geschnitten, mit viel Platz für Passagiere und Gepäck.

Das Kofferraumvolumen überzeugt auch bei voller Bestuhlung.

Die Materialauswahl wirkt hochwertig und robust, bleibt jedoch eher pragmatisch als luxuriös – ein klarer Ford-Charakterzug, der sich konsequent durch das Fahrzeug zieht.

Ein bissl Kritik von mir gibt es vor allem für das Infotainment: Zwar arbeitet das System flott, dem Bedienkomfort könnten aber physische Tasten – etwa für die Lautstärke – guttun. Hier merkt man die Nähe zur Volkswagen-Technik.

Und das sage ich zusammenfassend über den Ford Explorer Extended Range AWD 79 kWh: Er ist ein geräumiger, kräftiger und vielseitig einsetzbarer Elektro-SUV, der insbesondere beim Fahrkomfort, der Alltagstauglichkeit und dem schnellen Laden punktet. Die realistische Reichweite ist gut, wenn auch nicht herausragend, und die Materialanmutung ansprechend, wenn auch nicht luxuriös. Schwächen wie die etwas schwache Rekuperation und die Bedienlogik im Cockpit sind im Alltag verschmerzbar, insbesondere angesichts des attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses im europäischen Vergleich.

Das Auto eignet sich für Familien, Vielfahrer und alle, die ein bodenständiges, aber nicht langweiliges Elektro-SUV suchen – auch abseits rein österreichischer Bedürfnisse.

Attenzione prego: Den Ford Explorer gibt es bis Jahresende 2025 zum Aktionspreis ab 27.690 Euro – gegenüber dem Listenpreis ab 41.200 Euro! Not bad, würde ich sagen. Ünbrigens: Mein Testauto kostete „nackert“ 56.190 Euro, mit sämtlichen verbauten Goodies letztlich 62.390 Euro.

Hier kommst du zu allen weiteren Infos.

Danke fürs Eimbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!

Dein McDriver