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Was lange fährt …

… ist meistens gut. Der MGS5 EV ist so einer. Er ist MGs neuer Anlauf im stark umkämpften Segment der kompakten Elektro-SUV. McDriver ist mitgelaufen.

I sox glei: Der MGS5 EV ist Vernunftangebot und kein Prestigeobjekt. Wer viel Auto fürs Geld will und mit einem unaufgeregten Auftritt leben kann (und/oder will), der sollte bei diesem Vollblut-Stromer genauer hinschauen – und jetzt weiterlesen.

Optisch gibt sich der MGS5 EV klassisch: 4,48 Meter Länge, knapp 1,85 Meter Breite, rund 1,62 Meter Höhe – genau dort, wo auch Skoda Elroq oder VW ID.4 mitspielen. Die Linien sind sauber, ohne große Effekthascherei, was in der Praxis besser altert als manch überzeichnetes Crossover-Design. LED-Licht rundum ist Serie, auf Wunsch größere Räder und einige Chromdetails.

Innen begrüßt mich eine Mischung aus vertraut und modern. Hohe Sitzposition (McDriver wird auch nicht jünger), ordentliche Sicht nach vorne, dazu ein großes Zentraldisplay und ein digitales Kombiinstrument – soweit, so erwartbar.

Wichtig ist: MG lässt mir noch ein paar echte Tasten und Drehregler, …

… sodass ich nicht jede Kleinigkeit über den Bildschirm fummeln muss. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Die Materialien sind nicht auf Premium getrimmt, aber sie gehen für die Preisklasse absolut in Ordnung. Platzmäßig ist der MGS5 EV ohnehin auf Familienkurs:

Vorne locker, hinten ausreichend Bein- und Kopffreiheit, im Heck ein Kofferraum, der einen Kinderwagen (Rollator?) plus Wochenendeinkauf anstandslos schluckt. Rund 453 bis über 1.400 Liter stehen zur Verfügung – der MG liegt damit voll im Klassenmaß.

Das Platzangebot: absolut ausreichend auf der Langstrecke.

Davon profitieren auch für die Hinterbänkler.

Beim Antrieb setzt MG aufs Heck. Die Standard-Range-Version kommt mit 49‑kWh-Batterie, 170 PS und rund 340 Kilometer WLTP-Reichweite. Spannender ist die von mir getestete Long-Range-Variante mit 64‑kWh-Akku, 170 kW/231 PS und 0–100 km/h in 6,3 Sekunden – hier sind bis zu rund 465 km drin.

Meine Verbräuche lagen um 16–17 kWh pro 100 km, womit reale 380–420 km möglich waren.

Thema Laden: Da liegt der MGS5 EV solide im Feld: 11 kW AC sind Serie, DC-seitig sind bis zu 139 kW möglich, 10–80 Prozent dauern im Idealfall knapp unter 30 Minuten. Das ist nicht Klassenbestwert, aber absolut langstreckentauglich – sofern man die Stopps vorplant. Aber das kennt man ja als „E-Fahrer“.

Beim Fahren zeigt der MG seine angenehm unaufgeregte Seite. Heckantrieb passt dem Auto gut, der Wendekreis ist klein genug für enge Parkgaragen, und wenn ich aus dem Ort rausbeschleunige, ist genügend Druck da, ohne dass mir ständig der Nacken massiert wird.

In der stärkeren Long-Range-Variante geht es von 0 auf 100 km/h in 6,3 Sekunden – nicht nur auf dem Papier flott.

In der Praxis fühlt es sich souverän, aber nie prollig an. Fahrwerk und Lenkung sind klar auf Komfort ausgerichtet. Wer Kurven räubern will, ist hier falsch, alle anderen Anwendungsgebiete werden vom MGS5 EV bestens bedient.

Mein Urteil: Die Hardware des S5 EV – also Antrieb, Fahrwerk, Raumangebot – wirkt super ausgereift.

Die Software dagegen hinkt ein bissl hinterher. Das Infotainment reagiert manchmal träger, als man es anno 2026 erwarten würde, und auch die Routenplanung mit Ladesäulen gehört nichgt zu den Hobbys dieses Autos. Aber das ist alles kein Drama. Denn: …

… Unterm Strich bleibt für mich: Der MGS5 EV ist der stille, fleißige Arbeiter im Hintergrund. Er ist kein Auto, mit dem du angeben gehst – eher der Kollege, der super funktioniert, wenig kostet und keinen Anlass zur Beschwerde gibt. Und Spaß macht er auch.

Hier kommst du zu weiteren Informationen zum MGS5 EV sowie zu den aktuellen Preisen.

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!

Dein McDriver