XPeng ist in Österreich angekommen. McDriver berichtet von der Präsentation der neuen E-Automarke aus China in Wien.

Österreich hat eine neue Automarke. Welcome XPeng! Am 1. Oktober geht es los. Am Start stehen der XPeng G6 und der größrere XPeng G9. Besonders interessant: Die XPeng-Modelle tragen ein rot-weiß-rotes Mascherl: Sie werden künftig bei Magna Steyr in Graz für Europa produziert (SKD-Fertigung, also Zusammenbau vor Ort), womit die Marke geschickt die hohen EU-Strafzölle auf China-Importe vermeidet.

Hier ein wenig Info-Hintergrund: XPeng wurde 2014 in China gegründet und zählt mittlerweile zu den innovativsten und technisch fortschrittlichsten E-Fahrzeugherstellern weltweit. Die Marke verkaufte zuletzt rund 350.000 Fahrzeuge im Jahr und ist aktuell in 20 europäischen Ländern aktiv. In Europa ist XPeng seit 2021 vertreten, unter anderem in Deutschland, Großbritannien und der Schweiz. In Österreich, startet der Vertrieb, wie oben erwähnt, zum 1. Oktober 2025 offiziell.

Jetzt kommen einige Fakten zu den beiden Modellen, die in Ösi-Land vorerst zu haben sein werden:

XPeng G6: Das 4,75 Meter lange Fahrzeug gibt es als heckangetriebenen Standard Range (ca. 435 km WLTP), Long Range (bis 570 km WLTP) sowie als AWD Performance mit Allrad und 476 PS (0-100 km/h in 4,1 s, 550 km Reichweite). Die DC-Ladeleistung des 5C LFP reicht bis zu 451 kW, der Akku fasst 80,8 kWh netto. Die Beschleunigung ist absolut beeindruckend. Das Kofferraumvolumen beträgt 571 Liter. Asssistenzssysteme: top.

Schnellladung: 10–80% in rund zwölf Minuten. Bleiben wir bei der 5C LFP Batterie: Dieser überarbeitete Anrieb ist langlebiger, ressourcenschonender und zyklussicherer als jener des Vorgängermodells, der bisher aber langsamer lud. Der neue Akku stellt sozusagen die Quadratur des Kreises dar, weil er ein LFP ist, der – siehe oben – mit 451 kW lädt. Und noch etwas Wichtiges und Innovatives zum Thema Batterie: Batterieschonendes Laden funktioniert normalerweise mit 80%, den neuen XPeng-Akku kannst du aber bis 90% laden, ohne dass er Schaden nimmt. Grandios!

Serienmäßig umfangreiche Ausstattung und sieben Jahre Fahrzeuggarantie sowie acht Jahre Batteriegarantie.

Der G6 soll vor allem Kundinnen und Kunden ansprechen, die Wert auf ein sportliches Fahrgefühl, schnittige Optik und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legen.

Bei der Probefahrt konnte ich feststellen: Die Karosserie des G6 ist auffällig gut verarbeitet. Bequeme, eher weiche Sitze, Sitzflächen für einen Laonginus recht kurz. Vorne und hinten viel Platz. Die Bedienung ist, sagen wir, typisch chinesisch, etwas verschachtelt. Der Kofferraum ist groß, Frunk gibt es keinen. Das Fahrwerk erschien mir sehrt gut, straff, aber dennoch schluckfähig. Straßenlage: ebenso exzellent. ESP verhindert Übermut schon im Ansatz.

Jetzt zum XPeng G9: Zu haben als RWD Standard Range (78,2 kWh, 502 km WLTP), Long Range (92,2 kWh, bis 585 km WLTP) oder als AWD Performance mit 575 PS (0-100 km/h in 4,2 s, 540 km Reichweite).

Die DC-Ladeleistung liegt beim Long Range Modell bei bis zu 525 kW. Das Fahrzeug misst 4,89 Meter und bietet einen Kofferraum von 660 bis 1.576 Litern plus Frunk.

Der G9 positioniert sich als großzügiges, komfortorientiertes Luxus-SUV und adressiert Käufer, für die Raumangebot, Langstreckenkomfort, Alltagstauglichkeit und Variabilität im Vordergrund stehen. Ich nennen ihn „Riesenschiff“.

Mit serienmäßiger Luftfederung, viel technischem Komfort und größerem Kofferraum eignet sich der G9 besonders für Familien oder Vielfahrer. Oder Genießerinnen, siehe hier:

Ich verstehe den XPeng G9 als eine Art Mercedes EQE SUV und als Konkurrenten zum BYD Tang.

Ein weiterer Eindruck von diesem Auto auf der Präsentation war: Es ist nicht nur äußerlich ein Riesenschiff, es beherbergt auch einen Riesenkofferraum.

Das Fahrwerk lässt sich bis 30 cm verstellen. Auch gibt es ein tolles Display. Der Beifahrer kann YouTube schauen. Die Sitze sind länger als die des G6 – und mit allerlei Massagefunktionen!

Die Preisgestaltung: Der G6 beginnt bei rund 43.600 Euro, das Topmodell kostet etwa 51.600 Euro. Der G9 startet bei 59.600 Euro, in der Topversion werden bis zu 72.600 Euro fällig.

Beide Modelle, G6 und G9, bieten moderne Assistenten, große Displays und Connectivity, aber der G9 geht mit zusätzlichem Raumangebot, Luftfederung und mehr Ladevolumen noch deutlich mehr in Richtung Oberklasse und Luxussegment.

So weit mein Bericht von XPeng, der jüngsten China-Automarke in Österreich. Fest steht aber schon jetzt: more to come!

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!
Dein McDriver

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