Verlässlichkeit pur: Ford E-Tourneo Courier. E-Klar, meint McDriver.

I sog da, wia’s is: Der Ford E-Tourneo Courier ist kein Auto für die große Show. Und gerade deshalb hat er mich, good old McDriver, nach ein paar Kilometern durchaus überzeugt.



Hochdachkombi klingt ja immer ein bisserl nach Handwerker-Jause und vernünftigem Schuhwerk. Aber der elektrische Courier schaut erfreulich frisch aus: kantig, kompakt und mit seiner hohen Karosserie fast ein wenig wie ein Mini-Land-Rover für Familien mit Kinderwagen, Hund und Wochenendgepäck.

Mit 4,34 Metern Länge bleibt er stadttauglich. Sein Wendekreis ist klein, die Übersicht nach vorne gut, und die seitlichen Schiebetüren machen das Einsteigen auf engen Parkplätzen angenehm stressfrei.

Hinten wartet ein Kofferraum mit 570 Litern – bei umgelegter Rückbank werden daraus mehr als 2.160 Liter. Das ist schon ordentlich und für den Alltag viel wichtiger als irgendwelche Prestige-Zentimeter.

Drinnen geht es zweckmäßig zu. Viel Platz über den Köpfen, vorne zahlreiche Ablagen und USB-Anschlüsse, ein modernes Display-Cockpit.

Die Verarbeitung ist robust, aber nicht überall superfein: Hartplastik gibt es reichlich. Das ist im Familienauto vielleicht sogar klüger als empfindlicher Klavierlack.

Hinten sitzen zwei Erwachsene oder zwei Kinder sehr gut. Der mittlere Platz bleibt eher Notlösung. McDriver bringt es wieder mal auf den Punkt: „Oiso i mechat durt net sitzn.“

Umso lieber aber vorne. Sixt mi eh?

Machen wir (ernsthaft) weiter: Der Elektromotor des E-Courier leistet 136 PS und bringt 290 Nm sofort an die Vorderräder. Das reicht völlig. Der Courier sprintet nicht wie ein Sportler los, fährt aber angenehm spontan, leise und entspannt.

Gerade im Stadtverkehr ist das eine feine Sache: Ampelstart, Einfädeln, kurze Überholmanöver – alles locker, ohne Getriebe-Murks und Dreizylinder-Geknatter.

Auch das Fahrwerk hat mir gefallen. Der hohe Ford federt auf schlechten Straßen ordentlich, lenkt präzise und bleibt in Kurven erstaunlich gelassen. Natürlich ist er kein Focus ST auf Stelzen (übrigens: Gott hab ihn selig). Muss er auch nicht. Der E-Tourneo Courier will fahren, nicht kämpfen.

Nicht ganz so überzeugend ist der Akku. Netto stehen 43,5 kWh zur Verfügung, die Fordianer versprechden bis zu 288 Kilometer. In der Stadt und im regionalen Alltag passt das gut.

Auf der Autobahn, im Winter oder mit voll beladenem Auto wird man jedoch deutlich früher nach einer Steckdose Ausschau halten. Da wäre eine am Dach des Wagens montierte Hochspannungssleitung, wie sie mein Testauto hatte, natürlich von Vorteil. 😉

Lustig, gö? Weiter zu den Fakten: Mit maximal 100 kW Gleichstrom lädt der Ford ordentlich, aber nicht sensationell. Immerhin: Von 10 auf 90 Prozent waren im Test knapp 20 Minuten möglich. Für die Urlaubsfahrt mit Familie braucht es trotzdem Geduld und Ladeplanung.

Mein Fazit: Der Ford E-Tourneo Courier ist ein sympathischer elektrischer Raumwunderzwerg. Er kann viel, fährt angenehm und ist besonders für Familien mit überwiegend kurzen bis mittleren Wegen interessant.

I sog da: Wer Platz statt Pose sucht, sollte ihn trotzdem unbedingt probieren.

Und jetzt sog i da no wos: Kinderwagen rein, Kabel dran, losfahren – so einfach kann elektrische Familienmobilität sein. Aber bitte nicht glauben, dass 288 Kilometer (offiziell) automatisch die Fahrt nach Italien ohne Ladepause bedeuten 😉.

More information needed? Hier kommst du zur Ford-Website mit allen relevanten Daten. Dort findest du auch alle Preise – ist mir zu fad, das hier abzuschreiben, schau selber nach!

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!

Dein McDriver

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