Allgemein, Autotests, Blog, Neues, News

Aller Anfang ist Sch(w)er

Der (Fahr-)Spaß beginnt schon mit dem Hochklappen der Scherentüren: MG Cyberster GT. McDriver having (a lot of) fun.

Der MG Cyberster GT ist ein Auto, das schon im Stand nach Aufmerksamkeit verlangt. Lange Haube, flache Silhouette, LED-Gesicht und vor allem die nach oben schwenkenden Türen: Schnipp-schnapp.

Unauffällig ist anders. Mir gefällt das durchaus, denn ein Roadster darf ein bisserl Theater machen. Wer im Cyberster aussteigt, wird jedenfalls nicht übersehen.

Ich war mit der GT-Version unterwegs, also mit zwei Elektromotoren, Allradantrieb und 510 PS. Dazu kommen 725 Newtonmeter Drehmoment – Werte, die in einem offenen MG früher nach besonders mutigem Tuning geklungen hätten.

Heute genügt ein beherzter Tritt aufs rechte Pedal: Der Cyberster stürmt in etwa 3,2 Sekunden auf 100 km/h. Das ist brutal flott und glücklicherweise auf feuchter Straße dank Allrad gut beherrschbar.

Die Beschleunigung ist allerdings so mühelos, dass man den Spaß besser dosiert. Sonst wird aus der gemütlichen Landpartie schnell eine etwas übermotivierte Zeitreise. 😉

Mit knapp zwei Tonnen ist der Cyberster GT kein leichter, klassischer Roadster. Das merkt man, wenn die Kurven enger und die Tempi höher werden.

Die Lenkung arbeitet ordentlich, die Karosserie bleibt stabil, und der Grip ist reichlich vorhanden. Aber die feine, unmittelbare Leichtigkeit eines Mazda MX-5 oder eines früheren MG fehlt ihm naturgemäß.

Ich sehe ihn daher weniger als puristischen Kurvenräuber, sondern als sehr schnellen elektrischen Cruiser für sonnige Ausfahrten und entspannte Autobahnetappen.

Das Stoffdach öffnet und schließt elektrisch, …

… der Innenraum wirkt modern und weitgehend hochwertig. Drei Displays liefern reichlich Information, manchmal auch mehr, als ich gerade brauche. Temperatur, Fahrmodus oder Assistenzsysteme über Menüs zu bedienen, ist nicht immer die eleganteste Lösung.

Dazu kommt: Mit tiefem Sitz, breiter Mittelkonsole und der eingeschränkten Rundumsicht muss man sich beim Rangieren erst anfreunden.

Der Kofferraum ist vorhanden, aber eher für Wochenendgepäck als für den großen Urlaub.

Wirf einen Blick ins Kofferräumchen:

Die 77-kWh-Batterie des Cyberster ermöglicht nach WLTP bis zu rund 445 Kilometer, im GT. Realistisch würde ich – abhängig von Wetter, Tempo und rechter Fußspitze – eher mit ungefähr 300 bis 350 Kilometern planen. Am Schnelllader sind maximal 144 kW möglich. Von zehn auf 80 Prozent soll es in rund 38 Minuten gehen. Das ist durchaus brauchbar, meine ich.

Das Wichtigste ist aber: der Faaaaaaaahrspaaaaaaaaß!!! Schon lange habe ich, good old McDriver, nicht mehr soviel Spaß beim Bewegen (eigentlich auch beim „Nur-Stehen“) eines Autos empfunden.

Mein Fazit: Der MG Cyberster GT ist kein klassischer Roadster alter Schule, sondern ein auffälliger, sehr schneller Elektro-GT mit offenem Himmel. Er bringt etwas Seltenes mit: Charakter. Und der fehlt vielen elektrischen Autos bekanntlich ziemlich gründlich.

Hier kommst du zur MG-Website. Dort findest du weitere Infos sowie alle Preise.

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!

Dein McDriver