Allgemein, Autotests, Blog, Neues, News

Sell ami

Kia Stonic GT Line sells well. Wundert McDriver nicht. A good car. Just like a good friend.

Der Kia Stonic gehört zu den kleinen SUV, die sich nicht mit einem neuen Scheinwerfer und zwei frischen Felgen begnügen. Kia hat ihm ein auffallend kräftiges Facelift verpasst: Die Front ist kantiger, das Heck moderner, die Lichtsignatur erinnert nun ein bisserl an die größeren Kia-Modelle und die Elektroautos der Marke.

Ich war mit dem stärkeren 1,0-Liter-Dreizylinder der GT Line unterwegs: 115 PS, 48-Volt-Mildhybrid und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Auf dem Papier klingt das nach einem vernünftigen Gesamtpaket, in der Praxis zeigt sich ein durchaus sympathischer Antrieb mit einer kleinen Anfahrschwäche. Beim Losfahren braucht die Automatik manchmal einen Moment, bis sie sich entschieden hat. Ist der Stonic einmal in Bewegung, geht es aber ordentlich vorwärts. Für Stadt, Landstraße und den täglichen Arbeitsweg reichen die 115 PS völlig aus.

Was mir gefällt: Der kleine Kia fährt sich leichtfüßiger, als sein SUV-Auftritt vermuten lässt. Die Lenkung ist nicht nervös, aber direkt genug, das Fahrwerk vermittelt ein ordentliches Gefühl für die Straße. In Kurven wirkt der Stonic handlich und willig, fast ein wenig wie ein höhergelegter Kleinwagen – was in dieser Klasse als Kompliment gemeint ist. Mit den größeren 17-Zoll-Rädern wird er auf schlechten Straßen allerdings merklich straffer. Große Bodenwellen und harte Kanten dringen schon recht deutlich in den „stonicschen“ Innenraum.

Dort haben die Koreaner kräftig nachgelegt. Kia Austria sagt im O-Ton: „Zum Modelljahr 2026 hat Kia den Stonic umfassend überarbeitet und aufgewertet. Die neue Version des B-Segment-Crossovers präsentiert sich mit charakteristisch verändertem Außendesign, neu gestaltetem Interieur, aktualisierter Antriebspalette sowie Ausstattungselementen und Funktionen, die sonst eher in größeren Fahrzeugklassen zu finden sind.“

Und so ist es auch. Das Cockpit des Stonic wirkt nun wesentlich moderner, insbesondere mit den großen digitalen Anzeigen der höheren Ausstattungslinien. Die Kombination aus Digitalinstrumenten und zentralem Touchscreen sieht gut aus und funktioniert grundsätzlich flott.

Praktisch sind die Tasten am Lenkrad sowie die Drehregler, weniger praktisch finde ich die umschaltbare Leiste, über die man zwischen Klima- und Infotainmentfunktionen wechseln muss. Das ist moderner gemeint, als es im Alltag angenehm ist. Die Türen sind massiv. Klappern tut nix.

Platz gibt es vorne ausreichend, im Fond geht es für zwei Erwachsene auf kürzeren Strecken in Ordnung.

Der Kofferraum mit 352 Litern passt gut zur Fahrzeugklasse und schluckt den Wochenendeinkauf ohne Drama.

Bei der Materialqualität sollte man keine Wunder erwarten: Das Hartplastik erinnert daran, dass der Stonic trotz seines frischeren Auftretens technisch kein ganz neues Auto ist. Die Handschaltung geht leicht und exakt vonstattren.

Und der Verbrauch? Rund sechs Liter auf 100 Kilometer sind bei ruhiger Fahrweise möglich. Bei viel Stadtverkehr oder flotter Landstraßenfahrt wird es spürbar mehr. Der Mildhybrid hilft ein bisserl beim Segeln und Starten, macht aus dem Stonic aber kein Sparwunder.

Mein Fazit: Der neue Kia Stonic ist ein gelungen aufgehübschter Kleinwagen im SUV-Kostüm. Er punktet mit auffälligem Design, einem modernisierten Cockpit, brauchbarem Platzangebot und erfreulich agilen Fahreigenschaften. Und der Preis stimmt auch.

Apropos Preis: Hier kommst du zur Preisliste und zu weiteren Infos zum Kia Stonic.

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!

Dein McDriver