Der knuffige Hyundai Inster als „intimate urban EV“: McDriver testet ihn „instensiv“.

Mit 3,83 m Länge und rund 1,61 m Breite wirkt der Hyundai Inster auf dem Papier zunächst wie ein klassischer Kleinstwagen, …

… im Alltag fühlt er sich aber deutlich weniger nach „Zwerg“ an.

Der Radstand von 2,58 m sorgt für einen überraschend luftigen Innenraum: Vorne sitzt es sich frei und aufrecht, …

… hinten reicht es für zwei Erwachsene, ohne dass Knie oder Kopf sofort am Limit sind – das ist mehr, als so mancher Retro-Stromer im gleichen Segment bietet.

Und so schaut der Inster-Innenraum – sozusagen das „Insterieur“ – aus der „Drohnenperspektive“ aus:

Der Kofferraum startet bei 238 Litern und lässt sich – je nach Sitzkonfiguration – auf über 1.000 Liter erweitern – womit Alltag, Wocheneinkauf und Wochenendgepäck wohl abgedeckt sind.

Die Materialien kommen weitgehend aus dem bekannten Hyundai-Baukasten: viel Hartplastik, aber sauber verarbeitet und optisch clever kaschiert, dazu ein aufgeräumtes Cockpit.

Hyundai bietet zwei Batterievarianten: 71 kW (97 PS) mit 42‑kWh‑Akku sowie 85 kW (115 PS) mit 49 kWh. Beide Versionen liefern ein Drehmoment von 147 Nm. Bei meinen Testfahrten mit dem stärkeren Inster waren rund 250 km Reichweite drin.

Beim Fahrgefühl passt der Inster besser zur Stadt als zur linken Spur: Der Antritt ist dank E‑typischem Drehmoment spontan, bis Tempo 80 fühlt er sich lebendig an, darüber wird es gemütlicher.
Die „Wohlfühlgeschwindigkeit“ liegt irgendwo um 110 bis 120 km/h – da ist er noch leise genug, verbraucht nicht übermäßig und hält sich mit Nachladen in Grenzen.

Klar ist: Für echte Dauer‑Langstrecken ist der Inster nicht gebaut: Reichweite, Ladeleistung und Geräuschniveau machen ihn eher zum Auto für Stadt, Umland und gelegentliche Autobahn‑Etappen.

Im Stadtverkehr fährt sich der Inster angenehm unaufgeregt: Die Lenkung ist leicht, aber nicht schwammig, der Wendekreis von rund 10,6 m macht enge Gassen und Parkhäuser stressfrei, und die Federung schluckt typische Alltagsunebenheiten erstaunlich souverän.

Bei höherem Tempo werden Wind‑ und Abrollgeräusche hörbar, bleiben für einen kurzen, relativ hohen Wagen aber im Rahmen. In schnellen Kurven erinnert der Inster daran, dass der Schwerpunkt zwar dank Akku tief, die Karosserie aber hoch ist: Er bleibt sicher und gut kontrollierbar, neigt sich aber spürbar – sportliche Ambitionen gehören nicht zu seinem Lastenheft. ;-). Dafür wirkt er trotz Frontantrieb beim Ampelstart deutlich agiler als vergleichbare Benziner oder Diesel‑Kleinwagen, was im Stadtverkehr Spaß macht.

Übrigens, wusstest du das: Der Inster wurde zum „World Electric Vehicle 2025“ gekürt. Er wurde von einer Jury aus 96 Automobiljournalisten aus 30 unterschiedlichen Ländern gewählt und auf der New York International Auto Show 2025 ausgezeichnet.

Mein Fazit: Der Hyundai Inster ist eines der derzeit rundesten Angebote im Segment der kleinen E‑Autos. Kein Blender, sondern ein durchdachtes, ehrliches Auto, das Elektromobilität für viele Haushalte realistisch macht – auch dort, wo kein zweites großes Reisefahrzeug danebensteht.

Preis? Unter 20.000! Hier kommst du zu allen weiteren Informationen.



Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!
Dein McDriver

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