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Der Weisheit letzter Bus

Fast wäre McDriver, ein mehrfach verurteilter Schreibtischtäter, zum Handwerker mutiert: Ford Grand Transit Connect 2.0 EcoBlue mit 122 PS und 7-Gang-Automatik.

Der Ford Grand Transit Connect 2.0 EcoBlue mit 122 PS und 7-Gang-Automatik ist einer dieser Hochdach-Kombis, bei denen man nach den ersten Kilometern versteht, warum viele Handwerker und Zusteller genau so ein Auto wollen: viel Platz, unkomplizierte Technik, überschaubare Kosten – und im aktuellen Modelljahr deutlich mehr Pkw-Gefühl als früher.

Optisch bleibt der Grand Transit Connect ein klassischer Kasten mit großen Flächen, senkrechtem Heck und hohem Dach, aber die Front mit schmalen Scheinwerfern und markantem Grill wirkt moderner als bei früheren Generationen.

Die langen Schiebetüren und die große Heckklappe sind klar auf Alltag und Beladung ausgelegt, was im Vergleich zu vielen SUV einen echten Nutzwertvorteil bringt.

Im Innenraum dominiert Pragmatismus: robuste Kunststoffe, große Ablagen, zahlreiche Cupholder und ein klar gegliedertes Cockpit mit zentralem Touchscreen.

In den „zivilaen“ Versionen dieses Modells finden je nach Sitzkonfiguration finden bis zu sieben Personen Platz. Bei meinem Testwagen waren es – Sticxhwort Handwertker – wegen der riesigen Ladefläche zwei. Aber das sehr gemütlich.

Der hier interessante 2,0‑Liter‑EcoBlue-Diesel leistet 122 PS und liefert 320 Nm Drehmoment, die früh anliegen und den Grand Transit Connect auch beladen souverän antreiben. Gerade im unteren und mittleren Drehzahlbereich wirkt der Motor kräftig, Überlandfahrten und Autobahnsteigungen erledigt er ohne große Mühe.

Kombiniert ist der Diesel mit einer 7‑Gang-Doppelkupplungsautomatik, die im Alltag weitgehend unauffällig arbeitet: Die Gangwechsel erfolgen schnell und weich, bei Kickdown braucht das Getriebe allerdings einen kurzen Moment, um den passenden Gang zu finden.

Für einen Hochdach-Kombi geht das Gesamttempo in Ordnung: Werte um 0–100 km/h in gut über elf Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit jenseits von 170 km/h passen zum vermutlEinsatzzweck: Handwerkerservice als Notdienst ;-).

Die Federung ist eher komfortbetont, kleinere Unebenheiten und Kanaldeckel filtert das Fahrwerk gut heraus, bei Querfugen und Schlaglöchern spürt man die Nutzfahrzeug-Basis aber noch. In Kurven tritt bauartbedingt etwas mehr Wankbewegung auf, die Achsen halten das aber im Rahmen. Im Vergleich zu manch älterem Hochdach-Kombi wirkt der Ford deutlich souveräner.

Beim Verbrauch spielt der 2,0‑Liter-Diesel seine Stärke aus: Je nach Fahrprofil sind WLTP‑Werte knapp unter fünf Litern theoretisch möglich, realistisch liegen viele Tests im Bereich von etwa fünf bis sechseinhalb Litern je 100 Kilometer. Das macht den Grand Transit Connect besonders für Vielfahrer und gewerbliche Nutzer interessant, die viel Autobahn und Landstraße abspulen.

Im Alltag punktet der Grand Transit Connect mit seinem riesigen, gut nutzbaren Innenraum, der niedrigen Ladekante und den großen Öffnungen für sperrige Güter.

Kritik gibt es meinerseits vor allem an kleinen Details: Die Materialanmutung im Cockpit bleibt klar funktional und erreicht das Niveau klassischer Kompaktvans nicht, manche Bedienelemente des Infotainments erfordern Eingewöhnung und die hohe Karosserie begünstigt Seitenwindempfindlichkeit –Letzteres ist aber eine typische No-Na-Aussage ;-).

Der Ford Transit Grand Transit Connect 2.0 EcoBlue 122 PS A7 ist kein Auto für die Emotion, sondern für Menschen, die ein Werkzeug mit hohem Nutzwert suchen und dabei Komfort sowie einen zeitgemäßen Antrieb nicht missen wollen. Wer mit der nüchternen Optik und der eher einfachen Materialanmutung leben kann, bekommt ein sparsames, geräumiges und erstaunlich fahraktives Fahrzeug, das, je nach Version, sowohl im Gewerbeeinsatz als auch als Familien-Transporter überzeugt.

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!

Dein McDriver

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