Der EV4 ist Kias elektrischer Vorstoß in die Kompaktklasse. McDriver stößt nach.

Ich, good old McDriver, finde: Optisch auffällig, im Alltag aber angenehm konventionell kommt der Kia EV4 GT-Line als Hatchback daher. Für viele schließt er, so höre ich aus der Kollegenschaft, die Lücke zwischen praktischer Familienkutsche und stylischem E-Mobil.

Mit rund viereinhalb Metern Länge zielt der EV4 klar auf das klassische Kompaktsegment. Das kantige, futuristische Design mit markanter Lichtsignatur hebt ihn deutlich von eher braven Konkurrenten wie Golf oder ID.3 ab, ohne so wuchtig aufzutreten wie viele Elektro-SUV.

Der von mir gefahrene Kia EV4 GT-Line ist die schärfer gezeichnete Speerspitze von Kias Kompakt-Stromer – optisch ziemlich extrovertiert, im Alltag aber erstaunlich entspannt unterwegs. In der GT-Line-Ausführung steht der EV4 auf 19‑Zoll-Rädern, trägt eigenständige Schürzen und LED-Lichtsignaturen und wirkt damit deutlich sportlicher als die Basislinien, ohne in Richtung Pseudo-Rennwagen zu kippen.

Innen geht es hochwertig-lässig weiter: Sportsitze mit integrierter Kopfstütze, GT-Line-Lenkrad, kontrastierte Materialien, dazu das bekannte Doppel-Display mit zusätzlichem Klimascreen. Auffällig ist der Platz: Mit 2,82 Metern Radstand und steiler Heckklappe bietet der EV4 GT-Line im Fond fast Mittelklasse-Beinfreiheit, dazu 435 bis 1.415 Liter Kofferraumvolumen.

Dank rund 2,8 Metern Radstand finden auch große Fondpassagiere gut Platz, und der Kofferraum liegt mit deutlich über 400 Litern auf gutem Kompaktklassen-Niveau.

Unter dem Blech steckt im GT-Line-Hatchback die große 81,4‑kWh-Batterie, kombiniert mit einem 150‑kW‑Frontmotor. 204 PS und 283 Nm sorgen für 7,7 bis 7,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 170 km/h Spitze – flott genug, um im Alltag jederzeit Reserven zu haben, ohne den Beschleunigungs-Wettrüstlauf mitzumachen.

Charakterlich ist der GT-Line eher der souveräne Gleiter: Die Abstimmung bleibt klar komfortbetont, Unebenheiten bügelt er sauber weg, auf welligen Landstraßen gibt es etwas Karosseriebewegung, aber alles in einem stimmigen Rahmen. Die Lenkung wirkt leichtgängig, aber präzise, in Sport fährt sie sich spürbar straffer und gibt mehr Gefühl zurück – gerade mit den 19‑Zöllern passt das gut.

Der große Akku macht den EV4 GT-Line zum Kilometerfresser: Offiziell sind beim 81,4‑kWh-Schrägheck rund 580–625 Kilometer WLTP-Reichweite drin, je nach Bereifung. Verbräuche um 17–18 kWh/100 km bei hohem Autobahnanteil sind realistisch, was immer noch eine Reichweite deutlich jenseits der 400‑Kilometer-Marke ermöglicht. Am DC-Schnelllader zieht der EV4 bis zu 128 kW, womit der Akkustand von 10 auf 80 Prozent in etwa einer halben Stunde klettert – nicht Benchmark, aber voll praxistauglich, denke ich.

In der GT-Line steckt fast alles drin, was Kia an Assistenz und Komfort zu bieten hat: adaptiver Tempomat, Spurführung, umfangreiche Notbrems- und Totwinkelassistenten, 360‑Grad-Kamera sowie der „Digital Key“ fürs Öffnen per Smartphone. Dazu kommen Komfortdetails wie „Relax“-Funktion der Sitze, Ambientebeleuchtung und ein sehr leiser Innenraum – nur die breiten 19‑Zoll-Reifen bringen bei höherem Tempo etwas mehr Abrollgeräusch ins Auto.

Preislich sortiert sich der EV4 GT-Line mit großem Akku im oberen Bereich der Kompaktklasse ein. Dafür bekommt man ein reichweitestarkes, komfortables und sehr eigenständig gezeichnetes E-Auto, das im Alltag nicht nach Experiment, sondern nach erwachsenem Kompaktwagen wirkt – mit jener Portion Schärfe, die man von einer GT-Line eben erwartet. Der Kia Ev4 GT-Line kostet ab 56.640 Euro.

Und hier bekommst du weitere Informationen, sofern du das wünscht.




Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIEVE CAREFULLY!
Dein McDriver

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