Aus Alt mach Neu: Mazda CX-5 2.5L e-SKYACTIV AT AWD: Mehr Platz, weniger Eile. Das entspricht McDrivers Lebensphilosophie.

Der neue Mazda CX-5 will einiges besser machen als sein Vorgänger, bleibt sich dabei aber stärker treu, als man auf den ersten Blick glauben könnte. Ich habe die Allradversion mit dem 2,5-Liter-e-SKYACTIV-G-Benziner und Sechsgang-Automatik unter die Lupe genommen. Sie zeigt sich als sehr brauchbares Familien-SUV, das bei Platz und Fahrverhalten punktet – beim Antrieb aber auch ein bissl Geduld verlangt.

Mazda hat den CX-5 spürbar gestreckt: Mit 4,69 Metern Länge nimmt er nun mehr Raum ein, ohne auf der Straße übermäßig wuchtig zu wirken. Mir gefällt, dass das Design nicht krampfhaft auf aggressiv macht. Die Front ist markant, …

… die Seitenlinie klar, …

… das Heck unaufgeregt.

Der CX-5 versucht nicht, ein Sportwagen auf Stelzen zu sein. Er will ein ordentliches, gut aussehendes Auto für Alltag, Reise und Familie sein. Gelungen, meine ich.

Beim Einsteigen fällt mir auf, wie großzügig es im Innenraum zugeht.

Vorne findet man rasch eine gute Sitzposition, hinten profitieren auch große Passagiere vom längeren Radstand.

Die Türen öffnen weit, was Eltern beim Befestigen eines Kindersitzes freuen wird. Der Kofferraum fasst 583 Liter, hat eine angenehm niedrige Ladekante und einen ebenen Boden.

Für Urlaub, Kinderwagen, Hund oder das Wochenende im Baumarkt ist das mehr als nur ausreichend.

Beim Cockpit habe ich gemischte Gefühle. Das neue Google-basierte Infotainment reagiert flott, Kartenmaterial und Sprachsteuerung sind zeitgemäß. Apple CarPlay und Android Auto sind ebenfalls an Bord. Dennoch vermisse ich die früheren Mazda-Tugenden: echte Knöpfe, klare Drehregler und den praktischen Controller zwischen den Sitzen. Nun wandert auch die Klimabedienung überwiegend in den Touchscreen. Das sieht aufgeräumt aus, lenkt mich während der Fahrt aber stärker ab, als mir lieb ist. Die Verarbeitung ist solide, einzelne Kunststoffe wirken jedoch weniger hochwertig als im früheren CX-5.

Auf der Straße bleibt der Mazda erfreulich fahraktiv. Die Lenkung ist angenehm direkt, die Karosserie bleibt in Kurven ruhig, und auch auf einer kurvigen Landstraße fühlt sich der CX-5 weniger schwerfällig an als viele SUV-Konkurrenten.

Das Fahrwerk ist eher straff abgestimmt. Große Bodenwellen verarbeitet es souverän, harte Querfugen kommen dagegen deutlich durch. Auf schlechten Straßen würde ich daher keine allzu großen Räder wählen.

Der 2,5-Liter-Sauger leistet 141 PS und wird von einem 24-Volt-Mildhybridsystem unterstützt. Das klingt zunächst nach ausreichend, fühlt sich im vollwertigen Allrad-SUV aber eher gemütlich an. Für den Alltag reicht die Leistung, beim Überholen oder mit voller Beladung muss ich das Gaspedal allerdings deutlich weiter durchtreten. Dann dreht der Motor hörbar hoch. Die Sechsgang-Automatik arbeitet meist weich, lässt aber größere Drehzahlsprünge zu als moderne Getriebe mit sieben oder acht Stufen. Von 0 auf 100 km/h braucht der Allrad-CX-5 rund 10,9 Sekunden.

Positiv ist die entspannte Art des Antriebs bei gleichmäßiger Fahrt. Wer nicht ständig Tempo machen will, bekommt einen kultivierten Reisebegleiter mit sicherem Allradantrieb. Der Verbrauch bleibt allerdings ein Thema: Rund sieben bis acht Liter Super auf 100 Kilometer erscheinen mir im Alltag realistisch – bei flotter Autobahnfahrt oder voller Urlaubsbesetzung kann es merklich mehr werden. Ein echter Hybrid wäre hier klar im Vorteil.

Und jetzt McDriver’s Fazit: Der neue CX-5 überzeugte mich mit Platz, hoher Alltagstauglichkeit, guter Übersicht und einer Fahrdynamik, die man diesem Familien-SUV nicht sofort zutraut. Weniger überzeugend sind der touchlastige Innenraum und der für Größe und Gewicht etwas zu schwache Benziner. Wer entspannt fährt und einen geräumigen, vernünftigen Allradler sucht, wird dennoch viel Gefallen an ihm finden.

Und hier kommst du zu weiteren Infos und zur Preisliste von Mazda.
Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAREFULLY!
Dein McDriver

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