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Auf die Sp(r)itze getrieben

Jeder Automarke ihre schnuckelige Speerspitze: McDriver drivte (ja, ich weiß, korrekt: drove) den Kia Stinger V6 GT 3.3 T-GDI.

Mit den Autos der Wiener Magistratsabteilung MA 48 hatte mein Testauto wirklich nur die Farbe gemeinsam.

Während sich die MA 48 auf den Straßen erfahrungsgemäß eher langsam bewegt, ist der Kia Stinger V6 theoretisch mit bis zu 270 km/h unterwegs.

Dahinter stehen 366 PS Leistung und 510 Nm Drehmoment.

Aber nur 77.990 Euro Investitionsvolumen. Klingt dennoch im ersten Moment nicht wenig, aber ein Vergleich mit der Konkurrenz zeigt, dass der Stinger V6 AWD viel Leistung für wenig Geld bereithält. Von den Kia-spezifischen sieben Jahren (!) Garantie ganz zu schweigen.

Der Stinger der neuen Generation ist ebenso Beau de Jour wie Belle de Nuit. Wer die südkoreanische Automarke vor allem als Hersteller “vernunftlastiger” Produkte kennt, der fühlt sich beim Stinger vom “Stachel” getroffen. (Stinger auf Englisch bedeutet ja Stachel.)

“Stachelige Details finden sich beim Kia Stinger V6 überall.

Der elegante Gran-Turismo sticht bei der Bevölkerung sofort ins Auge, wie ich im Rahmen meiner Testfahren beobachten konnte.

Trotz seiner sportlichen Coupé-Silhouette bietet er mit 4,83 Metern Länge und 1,87 Breite überraschend viel Platz. Hinten könnten zwei Erwachsene auch auf längeren Strecken bequem sitzen. Sie sollten halt nicht gerade Mitglieder im Longinus-Club sein …

Das Cockpit verzichtet auf sämtlichen Schnickschnack und konzentriert sich auf Übersichtlichkeit und einfache Bedienung. Gratuliere Kia!

Denn: Eine Bedienbarkeit, die dich für die simple Einstellung der Radiolautstärke in die zweite Menüebene zwingt, lehne ich persönlich als gefährlich und unsympathisch ab. Leider findet diese Unsitte bei einigen anderen Automarken zunehmend Eingang.

Der 366-PS-Motor des Stinger V6 ist ein echter Spaßmacher. Das Triebwerk hängt super am Gas, gefällt durch seinen sonoren und kräftigen, aber keinesfalls aufdringlichen Sound – zu hören auch außen, nicht nur im Innenraum, wie bei mach vergleichbarem Konkurrenzmodell.

Und wer dem Reiz des Stinger erliegt und das Gaspedal Richtung Bodenblech bewegt, wird mit Nachdruck in die Sitze gepresst. 

Mit einer Beschleunigung von 5,4 Sekunden auf 100 km/h schneidet der Stinger innerhalb der Konkurrenz unterdurchschnittlich ab. Geschuldet ist das seinem relativ großen Leergewicht von rund 1.900 Kilogramm. Und: Trotz seiner Leistung ist dieser Kia ja eigentlich eine Familienlimousine und kein reinrassiger Sportwagen.

Mein Fazit lautet: Mit dem neuen Stinger V6 hat Kia hat den Spagat zwischen sportlich-agilem Handling und Reisekomfort überzeugend hinbekommen.

Der Kia Stinger V6 GT 3.3 T-GDI ist ein richtiger Gran-Turismo im klassischen Sinn geworden: eine coupéhafte Reiselimousine mit luxuriösem Platzangebot und absolut sportlichen Talenten.

Hier kommst du zu allen weiteren Informationen: https://www.kia.com/at/modelle/stinger/entdecken/

Danke fürs Einbremsen auf meinem Blog und DRIVE CAEFULLY!

Dein McDriver

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