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Der Hutzemann

autoblog-austria spricht mit McDriver über den Subaru Levorg 1.6 GT-S Exclusive AWD um 38.990 Euro.

autoblog-austria: Ich kenne nur “Butzemann”. Da gibt’s doch so ein Kinderlied “Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann” …

McDriver: Ja, das ist die Kids-Version. Leute, die bereits einen Führerschein besitzen, singen meine Version. Und die heißt “Es tanzt ein Hi-Ha-Hutzemann.” Ist ja nur ein Buchstabe Unterschied: “B” statt “H”. Das Butzemann-Lied GEHT SO.

autoblog-austria: Peinigung. Und warum überhaupt dieser Titel?

McDriver: Weil die Lufthutze auf dem Kühler ein wichtiges Merkmal des neuen Subaru Levorg ist. Sie mag einem gefallen oder nicht, auffällig ist sie allemal.

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autoblog-austria: Allerdings. Ich finde sie sogar recht attraktiv. Apropos attraktiv: Die Foto-Location gefällt mir auch gut.

McDriver: Im Bildhintergrund siehst du die Ötztaler Alpen – Blick nach Nordwesten. Der Levorg steht auf dem Jaufenpass in Südtirol, genau auf der Passhöhe.

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autoblog-austria: Den Jaufenpass kenne ich. Eine tolle Strecke, die kilometermäßig kürzeste Verbindung zwischen Meran und Sterzing, beliebt bei Bikern und Cabriofahrern. Wie hat sich der Levorg in diesem exklusiven Fahrzeugclub als “Normalo” zurechtgefunden?

McDriver: Mit dem Levorg bist du voll mit dabei. Ich würde sogar sagen: Derartige Passstraßen mit engen Kurven gehören zu den persönlichen Präferenzen des Levorg.

Der niedrige Schwerpunkt sorgt für eine exzellente Straßenlage. Das kommt übrigens vom Schwestermodell, dem Subaru Impreza WRX STi – dan kennt man als Rallye-Legende. Von ihm stammt im übrigen auch die Hutze.

Der Boxermotor des Levorg liefert 170 PS bei 4.800 Nm, das reicht, um flott die Kehren hinauf und wieder hinunter zu wieseln. Dazu kommt der permanente Allradantrieb.

Außerdem: Als “Normalo” würde ich den Levorg nicht bezeichnen, eher als “Exoten”.

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autoblog-austria: Steht satt auf der Straße, der Subaru Levorg. Übrigens: Levorg, diesen Modellnamen hab ich noch nie gehört zuvor.

McDriver: Das überrascht mich nicht. Die Marke Subaru mit ihren Allrad- und Boxermotormodellen ist ohnehin schon ein – wie mich meine, exklusiver – Nischenanbieter. Und der Levorg innerhalb der Subaru-Modellpallette ist seinerseits ein Nischenmodell. Nische in der Nische sozusagen. Übrigens: Der Name Levorg kommt von Elementen von LEgacy, reVOlution und touRinG. Es verdeutlicht die technische Herkunft des Sportkombi mit symmetrischem Allradantrieb.

autoblog-austria: Die Nische hätte er aber nicht verdient, denke ich. Denn schon äußerlich finde ich ihn ansprechend.

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McDriver: So seh ich es auch – Hutze hin oder her. Ein attraktiver Familienkombi mit viel Power.

autoblog-austria: Für lange Urlaubsfahrten geeignet?

McDriver: Absolut. Ich hab’s ja getestet. Mit Familie. Und viel Gepäck. Mindestens 522, maximal 1.446 Liter passen in den großen, variablen Gepäckraum rein.

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autoblog-austria: Ein wohlgestaltetes Heck. Sogar von hinten versprüht der Levorg eine Menge Sportlichkeit. Und zusätzlich noch betont durch den Schmutz 🙂 .

McDriver: Der Schmutz gehört dazu. Er steht für den Hauch Abenteuer, das den Levorg begleitet. Die folgenden Bilder zeigen den Japaner im Südtiroler Pustertal, oder besser gesagt, über dem Pustertal, Blick nach Osten.

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autoblog-austria: Schönes Auto in schöner Landschaft, würde ich sagen. Die schneebedeckten Berge im Hintergrund – wo ist das?

McDriver: Das sind die Dolomiten. Die Stadt im Vordergrund ist Bruneck. Von dort bist du in einer halben Stunde in Osttirol – und damit in Österreich.DSC_0602

Hier siehst du Bruneck besser – ein schöne, pittoreske Stadt. Rechts das Skigebiet Kronplatz.

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autoblog-austria: Sehr schön. Aber eigentlich sind wir kein Reiseblog, sondern ein Autoblog. McDriver, das kostet uns Leser!

McDriver: Glaub ich nicht. Das bringt uns Leser. Ich finde Testberichte, wo einfach technische Daten runtergebetet werden, fad. Kann ich auch im Prospekt nachlesen. Wo bleibt da die Unterhaltung? Ich weiß aus Erfahrung: So denken viele andere Autointeressierte auch.

autoblog-austria: Stichwort Unterhaltung: Unterhalten wir uns mal über den Innenraum des Subaru Levorg …

McDriver: Aber gerne. Da kann ich nur sagen: hochwertig und edel. Innen wartet der Levorg mit zahlreichen Designelementen in Metalloptik auf.

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Die Verwendung von hochglänzendem schwarzem Klavierlack sind ebenso optische Highlights wie das an der Unterseite abgeflachte Lenkrad oder der sieben Zoll große LCD- Bildschirm im Zentrum der Mittelkonsole.

Die in meinem Testwagen, dem Levorg 1.6 GT-S Exclusive, serienmäßigen Sportsitze bieten Fahrer und Beifahrer einen sehr guten Seitenhalt.

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Ich finde: Ihre blauen Kontrastnähte tragen in Verbindung mit den blauen Leuchtringen der Rundinstrumente und der Aluminium-Pedalerie zum coolen High- End-Charakter des Sports Tourers bei.

autoblog-austria: Auf dem Cockpit-Foto weiter oben fällt mir der Automatik-Schalthebel auf …

McDriver: Der Allradkombi ist serienmäßig mit dem von Subaru entwickelten stufenlosen Automatikgetriebe Lineartronic ausgestattet. Wer gerne selbst schaltet so wie ich, der tut das über zwei Schaltwippen am Lenkrad. Auf unseren Bergstraßen zu empfehlen, um bergab ein höheres Bremsmoment zu erzielen. Außerdem reduziert das Schalten bei niederigerer Drehzahl den Treibstoffverbrauch. Der kann bei einem unruhigen Gasfuß nämlich leicht über die Neunliter-Marke steigen.

In der manuellen Schaltebene des Getriebes stellt die Lineartronic im neuen Levorg sechs programmierte Schaltstufen zur Auswahl. Das verbessert die ohnehin schon gute Laufkulktur des japanischen “Hutzemanns” weiter.

autoblog-austria: Seine Eignung als Reise-, Familien- und nicht zuletzt Bergfahrzeug scheint der Subaru Levorg ja ausreichend unter Beweis gestellt zu haben …

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McDriver: So ist es. Für derartige Einsätze ist er prädestiniert. Auf dem Foto oben siehst du ihn beim Gipfelsturm auf der Gerlitzen in Kärnten.

Das heißt aber nicht, dass der Asiate nur in der “wilden Natur” daheim ist. Im Stadtverkehr bewährt er sich nicht zuletzt durch seinen kleinen Wendekreis und die diversen technischen Helferlein fürs Ein- und Ausparken. Und wer oft im Stop-and-Go-Verkehr unterwegs ist, der weiß ein automatisches Schaltgetriebe sowie zu schätzen.

autoblog-austria: Danke für deinen Bericht über den “Hutzemann”.

McDriver: Hier noch der Link zu weiteren Informationen. Drive carefully!

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Dein

McDriver

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